Stiftung Warentest: Smarte Alarmanlage ab 380€ – das geht billiger

Die Stiftung Warentest hat Smarte Sicherheitssysteme untersucht. Von 380€ bis 650€ reicht dabei die Preisspanne. Dafür bekommt man 6 Öffnungsmelder, 2 Bewegungsmelder, eine SIrene sowie eine Zentrale. Ohne jetzt groß auf die Bewertungen einzugehen – aber die im Test verglichenen Funktionalitäten gibt es auch billiger, mit OpenHAB als Steuerungszentrale. Ein Beispiel. 

So bekommt man günstige Sensoren, die sich in OpenHAB integrieren lassen, schon ab knapp 7 Euro. Bei Gearbest gibt es beispielsweise die Xiaomi Aqara Sensoren – die schon seit geraumer Zeit hier in meinem Smarthome ihren Dienst zuverlässig verrichten. Etwas teurer sind die Bewegungssensoren, ebenfalls von Xiaomi, mit 16,26 € aber noch lange kein Dealbreaker. Bevor ich aufsummiere: Es fehlt ja noch eine Sirene. Die gibt es zwar nicht separat, dafür ist der Gateway von Xiaomi so vielseitig, dass er als Sirene dienen kann. Leider ist dieser aktuell ausverkauft – zumindest bei Gearbest – dafür kostet er auch nur 20 €. Zwischensumme für 6 Sensoren, 2 Bewegungsmelder und Zentrale: gut 90 €.

Smarte Alarmanlage unter 250€

Damit hätte man die Funktionalität aus dem Test schon erfüllt – mit diversen Nachteilen natürlich. So ist die Xiaomi Mihome App noch nicht auf Deutsch übersetzt, viele Teile sind sogar noch auf Chinesisch – genau wie die Rückmeldungen des Gateways. Außerdem beraubt man sich, wenn man ausschließlich auf einen Anbieter setzt, einer gewissen Flexibilität. Das gilt übrigens für die von der Stiftung Warentest geprüften Systeme genauso. Also werfen wir noch einen Raspberry Pi in den Einkaufswagen, den gibt es sogar bei Amazon zu kaufen. Noch eine SD-Karte dazu und die Hardware für die Smarthome Zentrale steht. Damit wären wir bei knapp 140 Euro, da bleibt sogar noch Luft für eine IP-Kamera, z.B. von Foscam, um funktionalitätstechnisch mit den teureren Warentest-Systemen mitzuhalten. Ein umfassendes Alarmsystem für unter 250 Euro – und damit geht der Spaß erst richtig los.

Denn mit OpenHAB ist es dann möglich, das smarte Alarmsystem zu erweitern und ein „echtes“ Smarthome zu basteln. Ihr habt noch ein paar Philips Hue oder andere „smarte Lampen“? Diese könnten ja rot blinken, wenn die Alarmanlage losgeht. Oder eine Logitech Harmony, inkl. Hub liegt noch irgendwo rum? Euer AV-Receiver ist Netzwerkfähig? Die Möglichkeiten sind (fast) unendlich, für sehr viele smarte Geräte gibt es eine Integration in OpenHAB. Selbst Saug- und Rasenmähroboter sind integrierbar (und bestimmt eine super Abschreckung gegen Einbrecher).

Erst die Integration macht richtig Spaß

Erwähnen sollte ich allerdings auch, dass die Einrichtung von OpenHAB mit etwas mehr Aufwand verbunden ist, als Herstellersysteme. Dafür wird man mit einem Smarthome belohnt, das weit mehr kann als „nur“ als Alarmanlage zu dienen. Komfortfunktionen wie bei Abwesenheit die Heizung runterzuregeln oder eine automatisierte Media-Steuerung seien nur als Anregungen erwähnt. Kurzum: wer keine Angst vor Basteleien hat ist mit OpenHAB besser bedient und langfristig wesentlich flexibler als mit einem Smarthome-System eines einzigen Herstellers.

Patrick Boch

Patrick beschäftigt sich beruflich schon länger mit Sicherheit - allerdings für eine andere Zielgruppe. Privat sorgt er lieber für ein smartes - und sicheres - Zuhause.

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