Ring: Freiheit für die Türklingel

Eine etwas überraschende Neuigkeit kam von Ring. Zudem sieht sie auf den ersten Blick noch wenig revolutionär aus – es steckt trotzdem mehr dahinter. Genug auf die Folter gespannt: Ring hat eigentlich nichts anderes als ein Solarladegerät für ihre Türklingeln vorgestellt. Klingt erstmal öde, oder? Bringt in der Realität aber vor allem Freiheit.

Wie gesagt, auf den ersten Blick ist nichts Revolutionäres an einem Solarladegerät für eine Türklingel. Der zweite Blick offenbart da mehr: denn auf einmal ist die Ring nicht mehr an die Haustür gebunden, dort, wo der Klingeldraht hängt. Zugegeben, das ist sie aktuell auch nicht, schließlich funktioniert sie mit Akku. Was andererseits aber bedeutet, dass man immer mal wieder die Ring de-installieren muss um den Akku aufzuladen. Suboptimal.

Mehr Möglichkeiten mit Hilfe der Sonne

Mit den neuen Solarladegeräten ist das nicht mehr notwendig, laut Ring reichen wenige Stunden Sonnenlicht, um die Türklingeln dauerhaft zu betreiben. Was für mich wiederum bedeutet: Der Aktionsradius der Ring erweitert sich um ein Vielfaches.

Ein Beispiel: wir haben früher in einem Hinterhof gewohnt. Offiziell sollten Besucher natürlich über die Haustür kommen – de facto haben wir zwar die Klingel an der Haustür gehabt und dort auch die Gegensprechanlage – die Besucher haben wir mit selbiger Gegensprechanlage immer zur Hoftür gelotst und dort eingelassen. Für so ein Szenario wäre die Türklingel mit Solarladung perfekt. Oder wie wäre es mit einer Klingel am Gartenhäuschen? Oder in der Wohnung – der durchschnittliche Teenager würde sich über eine Klingel an der Zimmertüre bestimmt freuen (dort könnte es aber mit den paar Stunden Sonnenschein schwierig werden).

Smarthome ist kreativ

Und nicht nur die geographischen Möglichkeiten erweitern sich: Durch die Unterstützung der Sonne könnte die Ring Video Doorbell sicherlich auch als Security-Cam dienen (und wäre damit sogar günstiger als die hauseigene Kamera). Zumindest als Zweitverwertung für diejenigen, die auf die neue Doorbell 2 aufgerüstet haben, mit Sicherheit eine Überlegung wert.

Mit anderen Worten: manchmal sind es kleine Änderungen, die Wirkung zeigen – auch wenn es eine Wirkung ist, die nicht unbedingt so geplant war. Aber gerade im Smarthome muss man – zumindest aktuell noch – immer wieder Umwege gehen um das Zuhause wirklich smart zu machen.

Patrick Boch

Patrick beschäftigt sich beruflich schon länger mit Sicherheit - allerdings für eine andere Zielgruppe. Privat sorgt er lieber für ein smartes - und sicheres - Zuhause.

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