Mehr Sicherheit fürs Smarthome

Bevor es zum nächsten Testbericht geht (ein paar Blink-Security-Kameras stehen auf dem Programm) gibt es ein paar Neuigkeiten zur Sicherheit vom Smarthome – beide eigentlich positiv. Und wie das Wort „eigentlich“ schon andeutet, gibt es dann doch mal wieder ein „aber“…

Die erste Meldung kommt von der EU. Diese führt in Kürze ein Sicherheitszertifikat für vernetzte Geräte ein. Das hört sich erst einmal gut an: detaillierte Informationen zur Sicherheit der Geräte sollen angegeben werden müssen, wie lange werden Sicherheitsupdates zur Verfügung stellen – will ein Hersteller ein solches Zertifikat für seine Produkte haben, dürfen diese Angaben nicht fehlen. Aus Perspektive der Informationssicherheit könnte man sagen, dass die EU einen großen Schritt Richtung mehr Sicherheit fürs Smarthome getan hat. Könnte man sagen. Leider ist das Zertifikat nicht verpflichtend, womit leider ein großer Teil dessen Wirkung schon vor Inkrafttreten verpufft ist.

Immerhin können wir Verbraucher da noch gegensteuern und zukünftig vermehrt – idealerweise sogar ausschließlich – solche Produkte kaufen, die dieses Sicherheitszertifikat besitzen. Immerhin bietet das Zertifikat auch für Unternehmen einen Vorteil: es ist EU-weit gültig und Hersteller müssen in Zukunft nicht mehr für mehrere Zertifikate in verschiedenen Ländern blechen. Das lässt hoffen, dass sich dieses EU-Zertifikat als quasi-Standard irgendwann doch durchsetzt.

Alexa passt auf

Die zweite Meldung stammt aus dem Hause Amazon. Der Handelsriese aus Seattle hat nämlich eine neue Schnittstelle für Sicherheitsgeräte geschaffen, die zumindest in den USA in einigen Geräten ab sofort aktivierbar ist.

Konkret können Kunden über Alexa ihre Sicherheitssysteme und Alarmanlagen einfach per Stimme aktivieren. Das deaktivieren wiederum erfolgt – sinnvollerweise – nicht über einen einzelnen Stimmbefehl, stattdessen muss eine PIN in der App angegeben werden.

Interessanter finde ich persönlich aber die neuen „Wächterfunktionen“ von Alexa. Diese wurden ja schon im Sommer teilweise angekündigt und sind nun verfügbar. Drei neue Fähigkeiten beinhaltet dieser „Guard-Skill“:

  1. horcht Alexa mit den „Smart Alerts“ auf verdächtige Geräusche, wie Glasbruch oder die Alarme bestimmter Geräte (Rauchmelder, Alarmanlage). Ertönt eines dieser Geräusche, wird automatische eine Benachrichtigung ans Smartphone gesendet.
  2. Kann ein neuer Skill namens „Away Lighting“ dafür sorgen, dass mit Alexa verbundene Lichter so geschaltet werden können, dass Anwesenheit eines Bewohners simuliert wird.
  3. Schließlich können nun Sensoren in Routinen eingebunden werden. Praktisch bedeutet dies, dass ich beispielsweise eine Routine „Auf Wiedersehen“ erstellen kann, die beim Verlassen des Hauses nicht nur alle Lichter ausschaltet und Rolläden schließt, sondern mich im Zweifel noch darauf aufmerksam macht, dass mein Küchenfenster noch offen steht. Durchaus praktisch also.

Es kommt also Bewegung in das Thema Smarthome Sicherheit – was meint Ihr, setzt sich das EU-Zertifikat durch? Und werdet Ihr die neuen Alexa-Skills nutzen, sobald sie in Deutschland verfügbar sind?

Patrick Boch

Patrick beschäftigt sich beruflich schon länger mit Sicherheit - allerdings für eine andere Zielgruppe. Privat sorgt er lieber für ein smartes - und sicheres - Zuhause.

Das könnte Dich auch interessieren …

1 Antwort

  1. Mario sagt:

    Sehr wichtig für die Sicherheit – die Smart Home Beleuchtung .Stellen Sie Ihre Lichter so ein, dass sie in unregelmäßigen Abständen ein- und ausgeschaltet werden, um den Eindruck zu vermitteln, dass Ihr Zuhause besetzt ist. Wenn die Lichter um 2 Uhr morgens eingeschaltet bleiben, wird die Nachricht nicht an Ihre Wohnung gesendet. Lassen Sie die Beleuchtung stattdessen an, wenn Sie normalerweise abends Beleuchtung verwenden. Wenn Sie Timer verwenden, stellen Sie diese so ein, dass sie in verschiedenen Räumen ein- und ausgeschaltet werden, um den Anschein zu erwecken, dass sich jemand in Ihrem Haus bewegt. Wenn Sie vorhaben, diese Methode anzuwenden, stellen Sie sicher, dass Ihre Vorhänge geschlossen sind und Sie nicht einfach jedem, der sich auf der Straße befindet, freien Blick in Ihr leeres Zuhause gewährt. Verbinden Sie dies mit einer Video-Türklingel, und jeder, der an Ihre Tür klopft, wird denken, dass Sie wirklich da sind. Wählen Sie bewegungsaktivierte Sicherheitslichter für Ihr Zuhause: Diese Lichter sind hell und beleuchten die häufigsten Zugangspunkte zu Ihrem Zuhause. Das plötzliche Licht macht auch alle Nachbarn auf eine Präsenz außerhalb Ihres Hauses aufmerksam.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen