Justified and ancient – das KLF200 von velux im Test

Wo wir gerade die Beiträge über Integration von anderen Smarthome-Devices in KNX waren…ich habe, das gebe ich zu, beim Hausbau einen Fehler gemacht. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, ich wusste es einfach nicht besser. Und so musste ich das vergangene Jahre mit einer schockierenden Lücke im Bedienkonzept leben, die mein Licht-Versäumnis aus den Tradfri-Beiträgen fast noch toppt.

Der „Fehler“: ich habe bei den Dachfenstern auf VELUX gesetzt. Nicht, dass wir uns falsch verstehen: die Fenster haben eine super Qualität, da kann ich mich wahrlich nicht beschweren. Es sind die Jalousien, mit denen ich Probleme habe. Zum einen sind da unerklärliche Verhaltensweisen: warum kann ich die Jalousien weder hoch- noch runterfahren, wenn das Fenster nur einen Spalt breit geöffnet ist? Oder warum schließt die Jalousie bei einem Fenster nicht immer vollständig? Das mögen alles Fehler sein, die wir sicher mit den entsprechenden Gewerken noch klären können.

Schwerwiegender ist die fehlende Integration ins Smarthome. Zwar wirbt VELUX mit Somfy für ein integriertes Smarthome. Die Realität sieht aber anders aus: keine API (also Programmierschnittstelle), mit denen andere Systeme eingebunden werden könnten, andere Fernbedienungen außer der eigenen können nicht verwendet werden…kurz: wer seine Jalousien ins Smarthome integrieren möchte, sollte eine Alternative zu Velux suchen.

Integration ins Smarthome: geht doch

Zum Glück gibt es dann doch ein paar findige Entwickler, die es geschafft haben, die funkgesteuerten VELUX Komponenten zu integrieren – das ist allerdings nur mit dem KLF 200 möglich. Bei diesem Gerät – seit 2017 frisch auf dem Markt, VELUX ist also nicht gerade Vorreiter beim Thema Smarthome – handelt es sich um ein Netzwerk-Interface. Das KLF 200 macht also VELUX-Geräte (endlich) internetfähig – und damit integrierbar.

Aber zunächst zum Gerät selbst. Die Verpackung wirkt extrem schwer, das deutet auf ein Gerät aus guten Materialien mit hochwertiger Verarbeitung hin. Aber, weit gefehlt. Der Grund für die schwere Verpackung: die Bedienungsanleitungen. In 27facher Ausfertigung, also quasi in jeder Sprache eine.

Biedermeier aus dem Hause VELUX

Ganz so hochwertig ist das KLF 200 also nicht – allerdings wirkt es auch nicht billig. Wer einen Vergleich sucht: viele bekannte „Bridges“ wirken, was Verarbeitung und Anmutung angeht, ähnlich. Man denke an die Hue Bridges oder den Tradfri-Gateway. Anders gesagt bietet das KLF 200 gerätetechnisch Hausmannskost, Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Das etwas biedere Bild setzt sich bei der Bedienoberfläche fort: funktional, ja. Spannend, nein. Mit einigen unerklärlichen Verhaltensweisen, die das Gesamtbild im Nachgang dann doch etwas trüben. Aber dazu dann im zweiten Teil.

Patrick Boch

Patrick beschäftigt sich beruflich schon länger mit Sicherheit - allerdings für eine andere Zielgruppe. Privat sorgt er lieber für ein smartes - und sicheres - Zuhause.

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