DoorBird Test Teil 2: nicht nur smart, sondern sicher

Im ersten Teil des Testberichts zur DoorBird D2101V stand die Montage im Vordergrund. Viel spannender ist, wie die smarte Türklingel sich im Alltag schlägt. Wie versprochen daher nun die spannenden Seiten der Doorbird – allen voran natürlich die Funktionalität, nicht zu vergessen aber natürlich der Sicherheitsaspekt.

Fangen wir mit Letzterem an. Letztes Jahr, 2017, ging der Equifax-Fall durch die Medien. Eine Cyber-Attacke, bei der 143 Millionen Kundendaten entwendet wurden. Besonders peinlich dabei: die IT des (nicht gerade kleinen) Unternehmens hatte bei einer Datenbank die Nutzer-/Passwortkombination admin/admin nicht geändert. Für Hacker ist das gleichbedeutend mit einem Freifahrtschein. Leider sind solche „Fehler“ nicht nur häufig, sondern vor allem im Smarthome-Bereich sehr weit verbreitet. Zum Ausprobieren reicht es, die Suchmaschine „Shodan“ aufzusuchen, beispielsweise nach IP-Kameras zu suchen und einfach mal mit der o.g. Kombination versuchen, die Kamera zu verwalten (Achtung: don’t try this at home, es ist illegal!). Seitens der Hersteller wäre eine einfache Lösung, die Nutzer bei der Erstinstallation zu einem Passwordwechsel zu zwingen. DoorBird schlägt einen anderen Weg ein: Jede DoorBird wird mit einer weltweit einzigartigem Benutzernamensstruktur ausgeliefert. Eigene Benutzerdaten werden aus Sicherheitsgründen ebenso wenig zugelassen wie eigene Passwörter, die Passwörter der DoorBird sind immer nach einer gewissen Sicherheitsstufe zufallsgeneriert. Bezüglich der Sicherheit gibt es hier also erst einmal wenig zu bemängeln.

Cloud geht auch anders

Im gleichen Atemzuge stellt sich dann die Frage nach der Cloud. Die DoorBird kommt leider, wie die Konkurrenz, nicht ganz ohne Cloud-Zugang aus. In gewisser Hinsicht ergibt das sogar einen Sinn. Will man beispielsweise Push-Benachrichtigung auf sein Smartphone bekommen, muss man in irgendeiner Weise auf die Cloud zurückgreifen. Der große Vorteil bei DoorBird: durch die umfangreiche Programmierschnittstelle (API) muss diese Cloud nicht notwendigerweise die DoorBird-Cloud sein. Beispielsweise habe ich die D2101V so umprogrammiert, dass die Push-Nachrichten über OpenHAB verschickt werden. Wer sich weniger tief in die Technik eingraben möchte, ist bei DoorBird trotzdem gut aufgehoben, besonders im Vergleich zur Konkurrenz. Denn natürlich bietet DoorBird die Möglichkeit an, Kameraaufnahmen von Ereignissen zu speichern, auch in der Cloud. Im Gegensatz zur Konkurrenz, die gerne schon für jegliche Speicherung Bares sehen möchte, ist dies bei DoorBird jedoch kostenlos. Lediglich die Anzahl der Aufnahmen ist auf 50 beschränkt, aber mal im Ernst: bis der Postbote 50x geklingelt hat…wer dennoch auf Aufnahmen höherer Qualität (HD) oder dauerhafte Speicherung angewiesen ist, kann für 48 Euro im Jahr entsprechend aufrüsten – das bewegt sich im Rahmen der Konkurrenz. Und wem selbst das zu wenig ist, der kann mittels API die DoorBird z.B. an das heimische NAS anschliessen.

Mehr Spaß mit API

Aus dem vorherigen Absatz kann man schon rauslesen, dass vor allem die API eine Vielzahl an Zusatzfunktionalitäten ermöglicht, die anderen Anbietern ebenfalls gut zu Gesicht stehen würden. Aber selbst ohne hohen technischen Aufwand bietet die D2101V viele Funktionalitäten an – die im nächsten Teil des Artikels beschrieben werden. Der vierte Teil ist dann wieder etwas für die echten Nerds, dort werde ich anhand einiger Praxisbeispiele beschreiben, was mit ein wenig Programmierung möglich ist.

Die anderen Teile findet Ihr übrigens hier (Teil 1) und hier (Teil 3)

Patrick Boch

Patrick beschäftigt sich beruflich schon länger mit Sicherheit - allerdings für eine andere Zielgruppe. Privat sorgt er lieber für ein smartes - und sicheres - Zuhause.

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1 Antwort

  1. 4. August 2018

    […] Installation kann losgehen. Und damit kommen wir zu den spannenden Seiten der Doorbird. Im zweiten Teil dieses Testberichts beschreibe ich die Sicherheitsfeatures und im dritten Teil folgt dann der […]

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