Die Ursprünge des neuesten Passwort-Hype

Zu einem Blog über sicheres Smarthome gehört immer mal wieder auch ein allgemein gehaltener Artikel. Zum Beispiel über die Sicherheit von Passwörtern – die in den letzten Monaten heiß diskutiert wurde.

Jeder kennt die gängigen Passwortempfehlungen: möglichst viele Zeichen, Groß- und Kleinschreibung, Sonderzeichen, Zahlen…anders gesagt: ein Passwort sollte so sein, dass es sich kein Schwein merken kann. Was im Endeffekt dazu führt, dass viele Nutzer sich ein „schweres“ Passwort ausdenken und dann die letzten 1-2 Zeichen austauschen. Oder gleich dasselbe Passwörter für E-Mail wie Online-Banking verwenden. Sicher geht anders.

Sicherheitsforscher raten deswegen zu anderen Ansätzen. Der eine ist die Nutzung von Passwortmanagern. Da gibt es einige, z.B. 1Password, LastPass oder, wer lieber auf OpenSource setzt, KeePass. Alle haben Vor- und Nachteile, vielleicht lasse ich mich beizeiten mal zu einem Artikel darüber hinreißen. Ein anderer Ansatz wird z.B. in diesem Artikel beschrieben. Die Argumente klingen überzeugend und vermutlich würde das Netz so sicherer.

Allerdings gibt es gerade aktuell einen kleinen Haken. Und damit komme ich zur Überschrift. Das englische Wort für „Ursprung“ ist „Origin“ – zufälligerweise der Titel des neuesten Romans von Dan Brown. Ihr wisst schon, „Da Vinci Code“. Kleiner Einwurf: iest man jetzt einen Dan Brown Roman, hat man unweigerlich Tom Hanks in seiner Rolle als Robert Langdon vor Augen, aber darauf will ich gar nicht raus.

Vielmehr ist ein wesentlicher Bestandteil des Romans – ohne zu viel verraten zu wollen – ein aus 47 Zeichen bestehendes Passwort. Genau nach den Regeln aus dem heise-Artikel erstellt. Und da haben wir den Hype: Wäre ich ein Hacker, würde ich genau dieses Passwort demnächst öfter mal ausprobieren. Denn viele Dan Brown-Leser werden sich für clever halten und genau dieses Passwort für Ihre Konten nutzen. Und mit Sicherheit werden die gängigen Password-Crack-Tools ebenfalls mit genau diesem Passwort gefüttert werden.

Wer also ein besonders sicheres Passwort haben möchte, sollte sich die Tipps von heise.de zu Herzen nehmen, aber nicht bei Dan Brown abkupfern.

Patrick Boch

Patrick beschäftigt sich beruflich schon länger mit Sicherheit - allerdings für eine andere Zielgruppe. Privat sorgt er lieber für ein smartes - und sicheres - Zuhause.

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