2019 – SmartHome für alle

Wow, was war das für ein Start in das Jahr. Der „Hackerangriff“ auf deutsche Politiker und Prominente war aus Sicher der IT-Sicherheit natürlich der Aufreger, der sicherlich auch das Smarthome betrifft. Insofern wäre es einfach, jetzt noch einen Artikel zum Thema zu schreiben und nochmal einen Ratgeber für mehr Sicherheit zu veröffentlichen. Mach ich aber nicht. Denn für das Smarthome gibt es noch viel mehr Neuigkeiten, die aus meiner Sicht dafür sorgen werden, dass 2019 wirklich das Jahr wird, in dem Smarthome den Durchbruch im Massenmarkt schafft.

Da wäre natürlich die gerade stattfindende CES. Google mit seinem Assistant und Amazon mit Alexa tragen dort gerade einen regelrechten Wettbewerb aus, wer den größten Messestand hat und wer die meisten Partner für sein jeweiliges System gewinnen kann. Ansonsten, leider muss man das auch sagen, gibt es neben einigen skurillen Geräten nichts Weltbewegendes zum Thema Smarthome in Las Vegas. Die richtig interessanten Neuigkeiten kommen von diesseits des großen Teichs.

Die beiden ersten Bereiche, die man im Normalfall angeht, wenn man ein Smarthome ansetzt sind Beleuchtung und Verdunkelung (also Jalousien). Beleuchtung ist einfach, seit Philips Hue-Lampen auf dem Markt sind. Inzwischen gibt es unzählige Hersteller von smarten Leuchten. Philips Hue sind allerdings immer noch recht teuer, Ikea hat mit seinem Tradfri-System zum ersten Mal dafür gesorgt, dass smarte Beleuchtung bezahlbar wird. Und jetzt kommt die Nachricht rein, dass Aldi ebenfalls nachlegt und ein eigenes Beleuchtungssystem auf den Markt bringt. Das „tint“ getaufte System verwendet Zigbee 3.0 und sollte sich so auch in existierende Systeme integrieren lassen. Das wird dem Thema Smarthome sicherlich nochmal einen Schub geben.

Endlich Dunkelheit

Was die Verdunkelung angeht: Bis dato war es relativ schwierig, ein bestehendes Jalousien-System „smart zu machen“. Wer keine elektrischen Jalousien hatte, musste fast einen neuen Motor kaufen, und auch für bestehende elektrische Rolläden war die Auswahl am Markt, sagen wir mal, überschaubar. Wer gar nicht erst Jalousien besaß, hatte so gut wie keine Chance auf eine Nachrüstung. Hier prescht wiederum Ikea vor und erweitert sein Smarthome-Angebot um smarte Jalousien. Diese kommen sogar ohne Netzanschluss aus, sie funktionieren mit Akku.

Last but not least hat mich in den letzten Tagen eine weitere Pressemitteilung überrascht: Innogy und Homematic – technisch sind sich beide System sowieso schon recht ähnlich – werden zukünftig miteinander kompatibel. Homematic zeichnet sich vor allem durch eine breite Angebotspalette aus, was das Thema Smarthome angeht. Dort gab es die oben beschriebene Jalousien-Nachrüstung und auch ein smartes Schloss hat Homematic schon seit geraumer Zeit im Angebot.

Smarthome für alle

Die drei Nachrichten aus den letzten Tagen zusammengenommen bedeuten nichts Anderes, als das ein Smarthome inzwischen für fast alle Bereiche endlich bezahlbar wird. Smarthome ist endgültig im Massenmarkt angekommen. Bleibt zu hoffen, dass die Einrichtung so einfach gestaltet wird, dass auch technisch weniger interessierte Menschen sich damit zurechtfinden. Und, um doch nochmal auf den „Hackerangriff“ einzugehen, der die Medien in den letzten Tagen beschäftigt hat, es bleibt weiterhin zu hoffen, dass alle beteiligten Firmen sich Gedanken zum Thema Sicherheit gemacht haben.

Patrick Boch

Patrick beschäftigt sich beruflich schon länger mit Sicherheit - allerdings für eine andere Zielgruppe. Privat sorgt er lieber für ein smartes - und sicheres - Zuhause.

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